Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik by Gotthard Günther

By Gotthard Günther

Die Arbeiten Günthers haben mit der Frage, wie sowohl der Dialektik eine operationsfähige Gestalt gegeben als auch die exakten Wissenschaften zu einer dialektischen Theorie ausgebaut werden können, zugleich die Möglichkeit eröffnet, die bedeutenden philosophisch-wissenschaftstheoretischen Kontroversen des 20. Jahrhunderts auf ihre tieferen reflexionstheoretischen Hintergründe neu zu befragen. Wegen der Vielfalt der Ansatzpunkte, von denen aus die Grundlagen der neuen Konzeption einer operationsfähigen Dialektik entwickelt werden, können Günthers erregende Analysen aus einer Vielzahl von Blickwinkeln erschlossen und verstanden werden. Die Sammlung ersetzt den geplanten 2. Band des Hauptwerks Idee und Grundriss einer nicht-Aristotelischen Logik (1959), von dem ein Nachdruck mit einem kommentierenden Nachwort von Rudolf Kaehr gleichzeitig vorgelegt wird. Unveränderter Print-on-Demand-Nachdruck der Ausgabe von 1979.

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Ihr reines Gold ist von keiner Säure des Zweifels je angefressen worden. Wenn aber keine Lösung den suchenden Erkenntnistrieb befriedigen kann, warum hat sich der Skeptizismus dann nie an jene elementaren metaphysischen Voraussetzungen, aus denen die ganze bisherige Geschichte des menschlichen Geistes entsprungen ist, herangewagt? Der Grund dafür ist ziemlich selbstevident. Der Skeptizismus ist selbst ein Produkt jener zweiwertigen Bewußtseinsstruktur, die sich in der klassischen Identitätsthese manifestiert.

Im einen Fall interpretiert sich also das Ich als reiner Prozeß. Damit wird ihm die ewige Identität des Seins zu einer hoffnungslosen Aufgabe, vor der es in das "Nichts" flüchtet. In dem anderen Fall aber versteht sich das Ich als Logistischer Grundriß und Intro-Semantik 11 reiner der Zeit und der Veränderung enthobener Begriff, und in dieser Selbstinterpretation kapituliert es entmutigt vor dem temporalen Problem der Veränderung. Dieser willkürliche Wechsel in der Selbstdeutung des erkennenden Subjektes ist es, der jene an einem metaphysischen Vorurteil orientierten komplementären Weltanschauungen produziert.

Das eine dieser beiden Themen ist das durch die zweiwertige Logik explizierte klassische Motiv des theoretischen Bewußtseins. Das andere ist dasjenige, das durch die Hinzufügung eines weiteren Wertes zu den uns bekannten zweiwertigen Strukturen derartig produziert wird, daß beide The- Logistischer Grundriß und Intro-Semantik 13 men zusammen eine neue Konzeption von Denken definieren und - was mehr ist - überdies erschöpfend beschreiben. Der Satz vom ausgeschlossenen dritten Thema besagt also, daß durch Hinzufügung eines dritten designierenden Wertes ein thematischer Widerspruch entsteht.

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